Die Jury des Internationalen Bodensee Musikwettbewerbs 2027

Sibylle Mahni
Staatliche Hochschule für Musik und Tanz Köln
Über Sibylle Mahni
Sibylle Mahni wurde in Lund/Schweden geboren und wuchs ab dem 7. Lebensjahr in Braunschweig/Deutschland auf. Ihren musikalischen Werdegang begann sie im Alter von 4 Jahren mit dem Klavier, welches sie sehr intensiv bis zum 15. Lebensjahr begleitete, unter anderem mit Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Mit dem Klavier und der Trompete, wie auch wenige Jahre später mit dem Horn, erreichte sie schon früh die ersten Auszeichnungen bei Wettbewerben.
Diverse Jugendorchester, das Projekt „Villa Musica“ und auch ein Stipendium der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ waren Stationen während ihres Hochschulstudiums bei Professorin Marie-Luise Neunecker an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Hierzu bildete das Konzertexamen im Jahre 2002 den Abschluss.
Von 1997 bis 2016 war sie Solo-Hornistin im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Schon während dieser Zeit entwickelte sich ein großes Interesse am Lehren und Vermitteln: so hatte Sibylle Mahni von 2007-2013 eine halbe Professur an der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne und von 2012 – 2017 dieselbe Position an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.
Von 2017 bis 2020 arbeitete sie dann als hauptamtliche Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Würzburg, von wo aus sie zum Wintersemester 2020/21 die Nachfolge ihrer Lehrerin Prof. Marie-Luise Neunecker an der Hochschule für Musik Berlin „Hanns Eisler“ antritt.
Im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit gab sie schon mehrfach Meisterkurse, so zum Beispiel beim Internationalen Hornsymposium in Kalamazoo/ Michigan, an der Jerusalem Music Academy, in Seefeld/ Tirol u.a.
Preise bei internationalen Wettbewerben erhielt sie beim Internationalen Hornwettbewerb in Leeuwarden/ Holland, beim „Peter Damm Wettbewerb“ in Iserlohn/ Deutschland und beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Seither spielte sie als Solistin mit einer Vielzahl bedeutender Orchester, darunter das SWR-Sinfonieorchester Stuttgart, die Münchener Sinfoniker, die Internationale Bach Akademie Stuttgart, das Württembergische Kammerorchester und die Britten Sinfonia. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Oleg Caetani, Toshiyuki Kamioka und Hellmuth Rilling zusammen und ist auch international als Solistin gefragt. So gastierte sie z.B. in Ländern wie Schweden, Schweiz, Holland, Kroatien, China und den USA.
Mit großem Engagement widmet sie sich der Kammermusik. So gastierte sie bei namhaften Kammermusikfestivals wie zum Beispiel mehrfach beim Kammermusikfest „Spannungen“in Heimbach, dem Moritzburg Festival, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Albert Musikfest Jahrhundertklang, Freiburg.
Zu ihren Kammermusikpartnern zählen bedeutende Persönlichkeiten wie Christian Tetzlaff, Isabelle van Keulen, Kirill Gerstein, Lars Vogt, Sharon Kam u.a.
Sie wirkte bei Uraufführungen von Kammermusikwerken von Jörg Widmann, Brett Dean, Detlev Glanert u.a. mit.
Sibylle Mahni ist seit 2014 Mitglied im Ma’alot Bläserquintett und konzertiert regelmäßig mit ihrem Trio CorDaCor (Laurent Albrecht Breuninger, Violine; Rinko Hama, Klavier).

Prof. Johannes Hinterholzer
Hochschule für Musik und Theater München
Über Prof. Johannes Hinterholzer
Johannes Hinterholzer studierte bei Prof. Josef Mayr und Prof. Radovan Vlatković an der Universität »Mozarteum« in Salzburg und besuchte Meisterkurse bei Peter Damm, Wolfgang Wilhelmi und Anthony Halstead. Von 1997 bis 2009 war er Solohornist des Mozarteumorchesters Salzburg und seit 2012 ist er Solohornist der Camerata Salzburg.
Als Solist trat Johannes Hinterholzer mit zahlreichen bedeutenden Sinfonie- und Kammerorchestern auf. 2006 erschien beim Label Oehms Classics eine Gesamtaufnahme der Hornkonzerte Mozarts mit dem Musiker, begleitet vom Mozarteum Orchester Salzburg unter Ivor Bolton, die in der internationalen Fachpresse großen Anklang fand. Seine Aufnahme des Hornkonzerts von Joseph Haydn zusammen mit Il Pomo d’oro unter Riccardo Minasi gewann einen Echo Klassik Preis.
Johannes Hinterholzers besondere Leidenschaft ist es, sein Wissen an junge Hornist*innen weiterzugeben. Von 2000 bis 2010 leitete er eine Hornklasse an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und seit Herbst 2008 ist er Professor für Horn an der Hochschule für Musik und Theater München. Ziel seiner Arbeit an ist es, durch selbständiges und selbstbewusstes Arbeiten den höchstmöglichen Grad an technischem und musikalischem Wissen und Können zu erreichen, um damit ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben zu führen. Seine Studentinnen und Studenten haben Festanstellungen in vielen großen Orchestern.

Prof. Christian Lampert
Hochschule der Künste Bern
Prof. Christian Lampert
Christian Lampert erhielt seine musikalische Ausbildung im Fach Horn bei Francesco Raselli in Basel, Mahir Cakar in Stuttgart und Prof. Erich Penzel in Köln. Bereits in jungen Jahren wurde er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe; darunter der Deutsche Musikwettbewerb in Bonn und der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, zu dessen Präsidenten er im Jahr 2018 ernannt wurde.
Er war Solohornist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt und des Orchesters der Bayreuther Festspiele.
Neben seinen solistischen Tätigkeiten widmet sich Christian Lampert besonders der Kammermusik und wirkte in verschiedenen namhaften Ensembles mit, darunter German Hornsound, City-Brass Stuttgart, HR-Brass, German Brass, Linos-Ensemble, Ensemble Villa Musica, Consortium Classicum und das Avalon-Bläserquintett.
Christian Lampert begann seine pädagogische Karriere im Jahr 1996 mit einem Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt. 2001 wechselte er an die Hochschule für Musik Basel und wurde 2004 zusätzlich als Professor an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart berufen. Im Jahr 2022 übernahm Christian Lampert die Hornklasse der Hochschule der Künste Bern und verlegte seine Unterrichtstätigkeit somit komplett in die Schweiz an die Hochschulen in Basel und Bern.

Georg Mais
Künstlerische Leitung
Über Georg Mais
Georg Mais wurde 1958 in Überlingen am Bodensee geboren. Er studierte Violine, Viola und Dirigieren an den Musikhochschulen Trossingen, Freiburg und Stuttgart. Meisterkurse bei Karl Münchinger, Sergiu Celibidache, Helmuth Rilling und John Elliot Gardiner folgten. In der Berliner Philharmonie gab Georg Mais im Jahr 1989 mit großem Erfolg sein Debut.
Mit großem Erfolg gastierte er später in vielen Ländern in Europa, Amerika und Asien und arbeitete mit bedeutenden Orchestern wie dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim, dem Panama Sinfonieorchester, dem Houston Chamber Orchestra, dem Krakauer Sinfonieorchester, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, dem Leipziger Sinfonieorchester, der Thüringen Philharmonie, der Elbland Philharmonie Sachsen, sowie den Bergischen Sinfonikern zusammen. Seit 1996 ist Georg Mais erster ständiger Gastdirigent der Königsberger Philharmonie.
Im Jahr 2001 fanden erstmals die MozartWochen Eifel als einem der größten Musikfestivals in Rheinland Pfalz statt, denen Georg Mais als künstlerischer Leiter vorsteht.
Im selben Jahr gründete Georg Mais den Mozart-Sommer Schloss Salem, der in den stimmungsvollen historischen Räumen des Schlosses unter Schirmherrschaft von Bernhard Markgraf von Baden stattfindet.
Alle großen Rundfunkanstalten in Deutschland arbeiten regelmäßig mit Georg Mais als Dirigenten zusammen. Solisten wie Ulf Hoelscher, Violine, Eckart Haupt, Flöte, Reinhold Friedrich, Trompete, oder auch der Tschaikowsky Preisträger Johannes Moser sowie der ARD-Preisträger Julian Steckel, haben mit dem Dirigenten Georg Mais in bedeutenden Musikzentren wie Köln, Berlin, Hannover, Leipzig oder Dresden Konzerte gespielt.
Im Jahr 2010 erschien bei dem namhaften Label cpo die Ersteinspielung der späten Streichquartette des Baden-Württembergischen Spätromantikers Julius Weismann, die Georg Mais mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim in Koproduktion mit Deutschlandradio KULTUR eingespielt hat.
Im Jahr 2005 gastierte Georg Mais erstmals mit dem Argentinischen Nationalsinfonieorchester in Mar del Plata und Buenos Aires. Im Jahr 2006 dirigierte Georg Mais das Konzert zum 250. Geburtstag von W. A. Mozart in der Kölner Philharmonie.
2009 fand erstmals der Internationale Bodensee-Musikwettbewerb der Stadt Überlingen in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Überlingen statt, welcher seitdem zweijährig veranstaltet wird. Georg Mais steht diesem als künstlerischer Leiter zuvor.
Jehudi Menuhin bezeichnete Georg Mais als „einen Dirigenten, dessen hohe Musikalität und künstlerische Inspiration die Orchester wie das Publikum gleichermaßen beglückt.“